Biomaterialien und 3D-Druck für die Säuberung der Meere

Dank Biomaterialien und 3D-Druck genügt heute das Vergnügen des Schwimmens, um zur Bereinigung des Meeres beizutragen.

Der neue  Sponge-Suit-Bikini, der von Forschern an der University of California in Riverside, in Zusammenarbeit mit der Design-Firma Eray Carbajo entworfen wurde,  ist in der Lage, wasserverschmutzende Stoffe zu absorbieren und so durch einen einfachen Badeurlaub zur Reinigung des Meeres beizutragen.

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Der Badeanzug besteht aus einer Struktur von flexiblem Kunststoff in 3D-Druck, die sich perfekt an den Körper anschmiegt und auf der Einsätze aus einem porösen Biomaterial appliziert werden, die aus erwärmter Saccharose hergestellt werden.

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Das Gewebe stellt eine außergewöhnliche technologische Innovation dar, da es in der Lage ist, die in einer Flüssigkeit enthaltenen Verunreinigungen zu absorbieren und festzuhalten, obwohl es wasserabweisend ist.

Nach den Untersuchungen, die von Forschern der UCR durchgeführt wurden, hat der Sponge- suit die Fähigkeit, eine Menge an Schadstoffmolekülen festzuhalten, die bis zum 25-fachen seines eigenen Gewichtes beträgt. Trotzdem besteht keine Gefahr für die Gesundheit des Trägers: in der Tat gibt das Gewebe die Toxine nicht mehr ab, sofern es nicht einer Temperatur von über 1000 °C ausgesetzt wird, Der Badeanzug kann bis zu 20 mal verwendet werden bevor seine Aufnahmekapazität erschöpft ist, danach können die Einsätze aus Biomaterial ersetzt werden.

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Es handelt sich herbei um eine Vier-Jahres-Studie, die zu großen Durchbrüchen bei der Wiederherstellung der Gewässergesundheit führen, aber auch dabei helfen könnte, das Entsalzungsverfahren  von Meerwasser weniger kompliziert zu machen, wofür das Material ursprünglich gedacht war.

Neben den Bikinis denkt man bereits über eine Reihe von weiteren Kleidungsstücken und Strand-Accessoires nach, wie Badehauben und Badehosen für Männer.